Gelungene Mixtur — Afrikanische Nacht im Stadttheater

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Anliegen des Preises ist es, herausragende Leistungen im Weltmusik-Genre zu würdigen und dieser Musikgattung mehr Aufmerksamkeit zukommen zu lassen. Gleichzeitig soll mit dem Preis die in- und ausländische Reputation der Preisträger sowie der gesamten deutschen Folk‑, Lied- und Weltmusik-Szene gestärkt werden. Bis 2001 hieß dieser Preis “Deutscher Förderpreis”.
RUTH – Der deutsche Weltmusikpreis wird seit 2002 immer jährlich am Samstag des ersten Juliwochenendes während des Rudolstadt-Festivals vergeben.
Ab dem Jahr 2020 vergibt das zehnköpfige Organisationsteam des Festivals diese mit 5.000 Euro dotierte Auszeichnung.
Die World Music Charts Europe (WMCE) waren 1991 eine Idee von Johannes Theurer und zehn weiterer Radiomacher aus elf europäischen Ländern.
Selbstgestelltes Ziel ist es, dass Musiker:innen des Genres „Weltmusik“ größere Aufmerksamkeit und einen höheren Bekanntheitsgrad bei einem breiteren Publikum erreichen.
Gleichzeitig soll die WMCE durch Öffentlichkeitsarbeit auch “als publizistisches Rückgrat für alle Musiker:innen und Interpret:innen dienen, die erfolgreich Musik aus ihrem Kulturkreis produzieren, aber Gefahr laufen, von der englischsprachigen Pop-Industrie vereinnahmt zu werden.
Nachtrag: Der BBC Radio 3 Award for World Music wurde zwischen 2002 und 2008 in den Kategorien Africa, Asia/Pacific, America, Europe, Mid East and North Africa, Newcomer, Culture Crossing, Club Global, Album of the Year und Audience Award an Musiker für ihre Weltmusikkunst verliehen.
Beide ausgeschriebene Preise – der Preis der Jury sowie der Preis ds Publikums – gingen an Tormenta Jobarteh.
Späterer Nachtrag: Das Festival hat inzwischen längst internationales Ansehen erreicht und sich als „Oscar der Geschichtenerzähler“ einen Namen gemacht.
Jobarteh Kunda: Deutsch-Afrikanischer Geschichtenerzähler und Afrikanisch-Karibische Musikikone. Er stattete dem ReggaeNewsMagazine-Stand auf den Münchener Afrika Tagen am 12. Juni (wo die Gruppe vor Manu Dibango spielte!) einen Besuch ab.
RNM: Tormenta Jobarteh, willkommen an unserem Stand auf den Münchner Afrika Tagen. Wie viele Sprachen sprichst Du?
Jobarteh: Ich freue mich sehr, hier zu sein. Ich spreche drei Sprachen, Deutsch, Englisch und Mandinka.
RNM: Du bist u.a. als Geschichtenerzähler für Kinder an Schulen und in Kindergärten tätig. Welchen Einfluss haben Deine Geschichten auf die Kinder, insbesondere in Deutschland?
Jobarteh: Ich mache ihnen eine Freude, indem ich ihnen afrikanische Geschichten und Traditionen erzähle. Kinder lieben es, Geschichten erzählt zu bekommen und sehen sich sogar Geschichten im Fernsehen an. Die meisten der afrikanischen Geschichten gehen verloren, weil viele von ihnen nicht niedergeschrieben wurden. Diesen Kindern ist bewusst geworden, dass das Geschichtenerzählen früher einmal ein wichtiger Bestandteil menschlicher Unterhaltung war. Außerdem haben sie die Möglichkeit, afrikanische Traditionen und sogar afrikanische Instrumente zu erleben.
RNM: Was genau motivierte Dich dazu, Afrikanische Musik und Instumente, besonders die Kora und die Talking Drums zu spielen?
Jobarteh: Der Hintergrund unserer Musik ist die Mandinka-Tradition und, wie Du weißt, kommen die Mitglieder der Band aus unterschiedlichen kulturellen Hintergründen. Ich studierte Trommeln und Percussioninstrumente bevor ich nach Gambia ging. Dort lernte ich die Kora und andere Instrumente, wie die Talking Drums usw. kennen.
RNM: Du hast acht Jahre in Gambia verbracht. Hast Du Urlaub gemacht und dabei die Griot-Familie entdeckt?
Jobarteh: Eine Gruppe aus Gambia war 1987 hier auf Tour. Der Leader der Gruppe hieß Musa Kalamula. In dieser Gruppe gab es einen Kora-Spieler und ich hörte dieses Instrument zum ersten Mal. Tränen stiegen mir in die Augen und ich fühlte mich innerlich sehr inspiriert. Deshalb entschloss ich mich, ihnen zu folgen und habe in Gambia mich selbst gefunden. Die Menschen in Gambia sehen mich nicht als Farbigen, sondern als menschliches Wesen.
RNM: Die Natur fordert Respekt gegenüber Menschen und Tieren.Denkst Du, dass es falsch ist, Tiere für Nahrungsmittelzwecke zu töten?
Jobarteh: Die Menschen sollten über die Natur und die Geschichte, besonders die der Menschen, besser Bescheid wissen. Wenn du in den Kongo gehst, gibt es heute nur noch 50. 000 Schimpansen, wo früher eine Million existiert haben. Das muss man sich vorstellen! Die Menschen zerstören den Wald und die Tiere nur für wirtschaftliche Zwecke. Jeder sollte lernen, achtsam und respektvoll mit der Natur umzugehen.
RNM: Was sollte Deiner Meinung nach getan werden, um das Aussterben der Tiere und die Zerstörung der Wälder zu verhindern?
Jobarteh: Die Menschen brauchen mehr Bildung in Bezug auf die Wichtigkeit der Natur. Du und ich, wir alle müssen Kampagnen organisieren, um diese Zerstörung zu beenden.
RNM: Wer wird die Tradition Deiner Musik nach Dir weiterführen?
Jobarteh: Das wird meine Tochter Jasmin sein. Sie ist mit meiner Musik aufgewachsen und ist Musikerin in unserer Band. Sie spielt Klavier und war auf der Musikschule.
RNM: Magst Du Reggae- Musik? Und was denkst Du über die Einführung des ReggeaeNewsMagazine?
Jobarteh: Ich mag Reggae, weil er die zweitbeliebteste Musik weltweit ist und er Menschen dazu bringt, sich “Irie ” zu fühlen. Ich wünsche Euch viel Erfolg und eine Verbreitung des Magazins auf der ganzen Welt.
(Robert Akhigbe: Chefredakteur)
Für die herausragende kunsthandwerkliche Arbeit der typografischen Umsetzung des Hörbuches Taling Taling durch Buchbinder Klaus E. Stuhlreiter verlieh die Bayerischen Staatsregierung den „Meisterpreis der Bayerischen Staatsregierung“.
Wir freuen uns und gratulieren ganz herzlich!
Jobarteh Kunda cds – Bibiafrica
The Jobarteh family is a large, respected family of Jails or Griots in the Manding families of West Africa, and Kunda is the Manding word for family or clan.
Strangely, the co-leader of the group, Tormenta Jobarteh, was not born into the family: he’s originally from Germany – it’s finally happening, we now have ‘African’ bands co-founded by Westerners who traveled to Africa in the 1980s and 90s to study or apprentice under African musicians. (…) “The eight-piece combo do a very good job of bringing traditional Manding music of the Gambia into the modern world without losing the feel of the original. Tormenta Jobarteh plays Kora and talking drum amazingly well for a person who grew up in Munich, and his co-leader Mori Dioubate plays balafon (marimba) and guitar.
On their second album ALI HEJA, the group takes a great leap forward with a couple of personnel changes: guitarist Teddy Toure brings a true late-20th century African sound to the band – very professional now; not so experimental as before.
(…) the group vocals (…) are truly wonderful (…). This is a band to watch out for!
Deutsche Übersetzung — Google Translator:
Die Familie Jobarteh ist eine große, respektierte Familie von Jails oder Griots in den Manding-Familien Westafrikas, und Kunda ist das Manding-Wort für Familie oder Clan.
Seltsamerweise wurde der Co-Leader der Gruppe, Tormenta Jobarteh, nicht in die Familie hineingeboren: Er stammt ursprünglich aus Deutschland – es ist endlich soweit, wir haben jetzt „afrikanische“ Bands, die von Westlern mitbegründet wurden, die in den 1980er und 90er Jahren nach Afrika gereist sind bei afrikanischen Musikern zu studieren oder in die Lehre zu gehen. (…) „Die achtköpfige Combo schafft es sehr gut, traditionelle Manding-Musik aus Gambia in die moderne Welt zu bringen, ohne das Gefühl des Originals zu verlieren. Tormenta Jobarteh spielt für einen Münchner aufgewachsen erstaunlich gut Kora und sprechende Trommel, sein Co-Leader Mori Dioubate spielt Balafon (Marimba) und Gitarre.
Auf ihrem zweiten Album ALI HEJA macht die Gruppe mit ein paar personellen Veränderungen einen großen Sprung nach vorne: Gitarrist Teddy Toure bringt einen echten afrikanischen Sound des späten 20. Jahrhunderts in die Band – jetzt sehr professionell; nicht mehr so experimentell wie früher.
(…) der Gruppengesang (…) ist wirklich wunderbar (…). Dies ist eine Band, auf die man achten sollte!
Fränkische Landeszeitung (FLZ) vom 16.3.2004
ANSBACH – Von einem sogenannten “Aha-Erlebnis³ spricht man in der Regel dann , wenn einen die Erleuchtung ereilt. Das kann zum Beispiel jenen widerfahren sein, die das Konzert der internationalen Formation “Jobarteh Kunda“ in den Ansbacher Kammerspielen besucht haben. (…) Hypnotisch die Wirkung dieser vielschichtigen, variationsreichen Musik, die hauptsächlich auf Orginal-Instrumenten erzeugt wird. (…) Ein dichter Klangteppich ist das Ergebnis ihres Zusammenspiels (…) ein Sound, der inzwischen die Welt erobert hat, nicht zuletzt, weil er eingängig ist ohne flach zu sein. Und von dem man eigentlich nie genug bekommt. – Martina Kramer