2026-04-26 📢 Storytelling for Kids in München

Die Band JISR fei­ert zehn­jäh­ri­ges Jubiläum
mit einer marok­ka­ni­schen Gnawa-Nacht
Tor­men­ta Jobar­teh fei­ert mit — mit Stories4Kids

 

Am 25. April 2026 fei­ert die Band JISR ihr zehn­jäh­ri­ges Jubi­lä­um mit einer Marok­ka­ni­schen Nacht der Gna­wa im Münch­ner Kul­tur­zen­trum Gas­teig am Rosen­hei­mer Platz. Tor­men­ta Jobar­teh ist mit sei­nem Pro­gramm für Kin­der und Jugend­li­che dabei. Er erzählt Geschich­ten — wei­se und lus­ti­ge — inspi­riert von der reich­hal­ti­gen Kul­tur West­afri­kas, beglei­tet von den Klän­gen sei­ner Kora.

Gna­wa — eine marok­ka­ni­sche Bru­der­schaft von Sklaven-Nachfahren

Die Gna­wa sind eine — zumin­dest in der brei­ten Öffent­lich­keit — wenig bekann­te marok­ka­ni­sche Bru­der­schaft. Sie sind eine kul­tu­rel­le Min­der­heit, die ursprüng­lich von Nach­fah­ren von Skla­ven aus dem west­li­chen Afri­ka süd­lich der Saha­ra bestand. Seit ihre fas­zi­nie­ren­den Drums und Bass­li­nes  vor Jah­ren von Musi­kern wie Bob Mar­ley, Cat Ste­vens, Jim­my Hen­drix, Car­los San­ta­na und vie­len ande­ren ent­deckt wur­den, trifft man heu­te nicht nur Gna­wa mit dunk­ler, son­dern auch mit hel­ler Haut. Ihr Zen­trum ist die süd­ma­rok­ka­ni­sche Hafen­stadt Essaoui­ra. 

Mit den Jah­ren ver­misch­ten sich die mit­ge­brach­ten Ritua­le und Kul­te der Bru­der­schaft mit kul­tu­rel­len Ein­flüs­sen der Ber­ber und des Sufis­mus, aber auch mus­li­mi­sche, jüdi­sche und zum Teil sogar christ­li­che Ele­men­te sind zu fin­den. Sie ver­ste­hen sich selbst als from­me Mus­li­me — gera­ten aber immer wie­der ins Faden­kreuz des poli­ti­schen Islams, weil Gesang, Musik und Tanz zu ihrer wesent­li­chen Aus­drucks­wei­se gehören.

„10 Jah­re JISR — 10 Jah­re Musik gegen die Beschränktheit“ …

… so über­schrei­ben die mul­ti­kul­tu­rel­len Musi­ker von JISR auf ihrer Web­site ihr Jubi­lä­um. Ihre Bot­schaft an die Welt haben sie bei dem gro­ßen Sir Isaac New­ton aus­ge­lie­hen: 

„ Die Men­schen bau­en zu vie­le Mau­ern und zu wenig Brücken“

Eine bemer­kens­wer­te Ein­stel­lung in heu­ti­gen Zei­ten. Und eben­so bemer­kens­wert ist die Erfolgs­ge­schich­te von JISR. Begon­nen hat alles in Mün­chen. Alle drei kamen als Migran­ten aus ver­schie­de­nen Län­dern nach Deutsch­land. Im Gepäck ihre hei­mi­schen Musik­in­stru­men­te und im Kopf und im Her­zen die Melo­dien, Rhyth­men, Geschich­ten und Erin­ne­run­gen aus ihren Hei­mat­län­dern. 

In der Musik haben sie dann Trost und eine neue Hei­mat gefun­den. Ihr ers­tes Kon­zert gaben sie im Münch­ner Stadt­mu­se­um. Es war nur für ein klei­nes Publi­kum geplant — doch am Ende stan­den 600 Fans vor der Tür. Ab da ging es ste­tig berg­auf: 

„Dut­zen­de Musiker:innen aus Mün­chen und dar­über hin­aus schrie­ben an die­sem Klang wei­ter – Vir­tuo­sen und Suchen­de, Solist:innen, Begleiter:innen, Neu­an­kömm­lin­ge und Weggefährt:innen aus der Diaspora.

Die Musik von JISR bewegt sich durch Modi, Groo­ves und har­mo­ni­sche Fel­der, ohne sich fest­zu­schrei­ben. Ara­bi­sche Maqams glei­ten in offe­ne Har­mo­nien, poly­rhyth­mi­sche Tex­tu­ren tra­gen impro­vi­sier­te Lini­en, For­men blei­ben durch­läs­sig. Hier wird nicht zitiert, son­dern wei­ter­ge­dacht. Es ist eine Musik gegen die Beschränkt­heit – gegen star­re Gen­res, gegen natio­na­le Klang­bil­der, gegen ästhe­ti­sche Vereinfachung.

Was in Mün­chen sei­nen Aus­gang nahm, wei­te­te sich aus. Kon­zer­te, Rei­sen und Auf­nah­men führ­ten die­sen Klang in ande­re Kon­tex­te, auf ande­re Büh­nen, in ande­re Räu­me – nach Euro­pa, Nord­afri­ka, Süd­asi­en. Die Musik ver­än­der­te sich, reagier­te, nahm auf. JISR wur­de zu einem musi­ka­li­schen Orga­nis­mus, der auf Begeg­nung ange­wie­sen ist und von ihr lebt.

Das Jubi­lä­um ist kein Rück­blick, son­dern eine Ein­la­dung: zuzu­hö­ren, mit­zu­fei­ern und Teil die­ses Gefü­ges zu sein.“

Mehr Infos und musi­ka­li­sche Schman­kerl auf der Web­site der Band JISR.

Loca­ti­on
Kul­tur­zen­trum Alter Gasteig 

Mün­chen
Rosen­hei­mer Platz 

 

Ter­min
25. April 2026

Wei­te­re Infos sind noch nicht vorhanden

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